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Abschlussball

Unsere Empfehlung

Herrlich skurrile Personen agieren in diesem heiteren, lebensbejahenden, kleinen Roman und lassen uns über Friedhofskultur, Rituale, Ehre und Spielkunst von Begräbnismusikern lesen.

Die Hauptperson Marten, ein junger, sich alt fühlender Lebensverweigerer, verdient seinen Lebensunterhalt als Begräbnistrompeter. Einige Jahre hat er sich als Bibliotheksmitarbeiter zwischen Büchern verkriechen können. Jetzt wird er ausgerechnet an seinem neuen Arbeitsort Friedhof mit dem Leben konfrontiert. Jochimsen erzählt von Freundschaft, Zusammenhalt. Die Personen des Buches sind in der Mehrzahl Totenmusiker, skurril sind sie alle. Heiterkeit durchzieht die Handlung. Am Schluss des kleinen Romans erleben wir Leser den allerschönsten aller Abschlussbälle des Buches mit. Sebastian, der alte Totengeiger wird zu Grabe getragen und nicht nur die Bedürftigen des Ortes geben ihm für kostenlos spendierte Speisen und Getränke das letzte Geleit, Sebastians Trauerzug vereint die Bewohner des Ortes. Ein musikalisches Duell findet statt, Musikerkollegen erfüllen Sebastians letzten Wunsch, Marten entscheidet sich Sebastians Erbe anzunehmen.

Eine Empfehlung von Sylvia Meißner, Zentralbibliothek (Team Schöne Literatur).