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Chronik der Jahre 1918 - 1945

1918 - 1945: Städtische Bücherei und Lesehalle

1918

1. Januar
organisatorische Vereinigung der Städtischen Zentralbibliothek mit der Dresdner Lesehalle und Volkslesehalle zu einer allgemeinen Bildungsbücherei unter dem Namen "Städtische Bücherei und Lesehalle", Waisenhausstraße 9, unter Leitung von Richard Brunn, verwaltet vom Bibliotheksausschuss des sozialen Ausschusses des Schulamtes

1920

1. Juli
Übernahme der Freien öffentlichen Bibliothek Dresden-Plauen in städtische Verwaltung durch Schenkung, Weiterführung als "Städtische Öffentliche Bibliothek (Ida-Bienert-Stiftung)", ab 1922 Zweigstelle der Städtischen Bücherei

1923

1. Oktober
Eröffnung nach Umzug von Hauptstelle, Lesehalle, Direktion und Verwaltung in das neu erbaute Stadthaus, Theaterstraße 11

1924

1. November
Übernahme der Leitung der Städtischen Bücherei und Lesehalle durch Dr. Alfred Löckle, vorher Direktor der Stadtbibliothek Elberfeld

1925

1. April
erstmalige Einstellung von Praktikantinnen, die in einer zweijährigen Ausbildung unter Aufsicht des Städtischen Schulamtes für den Dienst an volkstümlichen Büchereien ausgebildet werden

2. Oktober
Eröffnung der Musikbücherei im Stadthaus, Theaterstraße 11, als eine der ersten kommunalen Musikbibliotheken Deutschlands

1927

24. Februar
Stadtverordnetenbeschluss zur Übertragung der Bücherei des Tonkünstler­vereins an die Musikbücherei

1929

11. Mai
Eröffnung nach Umzug der Bibliothek Neustadt in das Gebäude Bautzner Straße 21

23. September
Inbetriebnahme der Fahrbibliothek als erste deutsche Bibliothek auf Rädern, Ersatz für mehrere kleine, unrentable Außenstellen

Foto: Theke und Magazin der ersten Fahrbibliothek
Theke und Magazin der ersten Fahrbibliothek, um 1935. Foto: Schaarschuch

1930

1. September
Eröffnung der "Städtischen Bücherei und Lesehalle Nordwest", Rehefelder Straße 39b; erste Filiale in einem Bibliotheksneubau; erstmals wird hier das Modell erprobt, mehrere nebenamtlich betreute Ausgabestellen (Pieschen-Trachau, Mickten) zu einer leistungsstarken hauptamtlich geführten Filiale zu verbinden

1933

1. Oktober
Amtsenthebung von Dr. Alfred Löckle laut Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 und Zwangspensionierung von weiteren fünf Mitarbeitern durch die nationalsozialistische Stadtverwaltung

1934

1. April
Übertragung der Leitung der Städtischen Bücherei und Lesehalle an Dr. Karl Taupitz, vorher stellvertretender Direktor der Städtischen Bücherhallen zu Leipzig

18. Mai
Nationalsozialistische Gründung der "Staatlichen Landesfachstelle für Volksbüchereiwesen Sachsen" in Dresden, Theaterstraße 11, geleitet von Dr. Karl Taupitz

1935

15. September
Eröffnung des ersten Dresdner Kinderlesezimmers in der Städtischen Bücherei und Lesehalle Nordwest, Rehefelder Straße 39b; Vorbild für die Einrichtung weiterer städtischer Kinderlesezimmer

1939

26. August
Einberufung von Dr. Karl Taupitz zum Kriegsdienst, Wilhelm Virneisel wird amtierender Direktor, 1943 folgt ihm Martha Engler

30. August
Mitteilung der örtlichen Presse: "Die Fahrbücherei hat ihren Betrieb bis auf weiteres eingestellt"; während des Krieges Umbau zu einem Sanitätswagen

1944

18. Oktober
Schließung der Hauptstelle nach Kriegseinwirkungen laut Mitteilung des Oberbürgermeisters im "Freiheitskampf" Nr. 280 vom 19. Oktober 1944

1945

13./14. Februar
Verluste, Schäden und Schließungen im städtischen Bibliotheksnetz nach den Bombenangriffen auf Dresden

24. Februar
Beauftragung von Dr. Heinrich Butte mit der Wahrnehmung der Geschäfte der Städtischen Bücherei und Lesehalle, des Stadtarchivs und der Stadtbücherei