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Leitbild & Organisation

Aufgaben

Als kommunale Bildungs- und Informationsdienstleister erfüllen die Städtischen Bibliotheken Dresden folgende Aufgaben für Bürgerinnen und Bürger der Stadt:

  • Unterstützung aller Phasen des lebenslangen Lernens von der Schule bis zur individuellen Fortbildung im Alter;
  • Sicherung von Chancengleichheit durch Schaffung eines Informationszugangs für alle;
  • Förderung des Lesens als eine Kulturtechnik mit Schlüsselfunktion;
  • Kompetenzvermittlung im Umgang mit neuen Medien;
  • Unterstützung von Alltagsbewältigung und kreativer Freizeitgestaltung;
  • Angebot von Orten der Begegnung, des Austausches und der mit dem Buch und dem Lesen verbundenen Lebensfreude, an denen die Identifikation mit der Stadt gestärkt wird.

Grundsätze

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Bibliotheken haben eine leistungsorientierte Unternehmensphilosophie entwickelt, die den 2010 veröffentlichten strategischen Zielen für die Jahre bis 2025 der Oberbürgermeisterin folgt und durch folgende Grundsätze umrissen werden kann:

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Kultur

Der besondere Charakter Dresdens als weltweit bekannte und angesehene Kulturmetropole von europäischem Rang soll auch in den Bibliotheken erkennbar sein. Die Städtischen Bibliotheken stellen hohe Ansprüche an die Gestaltung und Einrichtung ihrer Räume. Die Pläne für eine Zentralbibliothek im Kulturpalast werden unter dieser Prämisse entwickelt.

Als Orte der Literatur bieten die Städtischen Bibliotheken Dresden ein attraktives, vielseitiges Medienangebot und begleitendes Veranstaltungsprogramm, das einenwichtigen Beitrag zur Literaturförderung und zur Stadtteilkultur leistet.

 

Wirtschaftskooperation

 Dresden strebt danach, ein attraktiver Wirtschaftsstandort zu sein. Dazu gehört auch eine Vernetzung von Wirtschaftsunternehmen in der Stadt. Die Städtischen Bibliotheken legen großen Wert auf Partnerschaften, gerade auch mit in Dresden tätigen Wirtschaftsunternehmen, ohne dabei die Unabhängigkeit der Bibliothek sowie den Pluralismus ihrer Bestände in Frage zu stellen. Auf der Basis von Achtung, Verständnis für die Interessen des anderen, Verbindlichkeit und Kompromissfähigkeit werden optimale Verhandlungsergebnisse mit den Partnerunternehmen zugunsten von Bürgerinnen und Bürgern angestrebt.

 

Zukunftsorientierung

Dresden sieht sich als Zukunftsstadt, die ihre Ressourcen bewahrt und ihre Kraftquellen immer wieder erneuert. Die Städtischen Bibliotheken halten aktuell benötigte Wissensressourcen bereit und dienen damit der Zukunftsfähigkeit Dresdens.

Sie streben nach einem sparsamen und hocheffizienten Budgeteinsatz, der mit Hilfe eines differenzierten Kosten- und Leistungscontrollings den langfristig größtmöglichen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt erzielt.

Da sich ihr Erfolg gegenüber Mitbewerbern kaum erweisen kann, bilden Kennzahlenvergleiche mit Bibliotheken übereinstimmender Funktion und ähnlicher Größe ein Schlüsselinstrument zur objektiven Bewertung und Fortentwicklung der eigenen Arbeit. Die Städtischen Bibliotheken beteiligen sich regelmäßig am deutschlandweiten Bibliotheksranking BIX, aus dem sie 2011 erneut als Sieger der Großstadtbibliotheken hervorgingen. Nach Umstellung des BIX (kein Ranking mehr) gehörten die Städtischen Bibliotheken sowohl 2012 als auch 2013 zu den wenigen "4-Sterne-Bibliotheken", lagen also bei allen Bewertungskategorien im besten Drittel aller deutschen Bibliotheken.

Das dezentral strukturierte Bibliotheksnetz repräsentiert die räumliche Präsenz öffentlicher Einrichtungen im Stadtraum, unterstützt urbane Zentren in den Stadtteilen und trägt zur Verkehrsvermeidung bei.

 

Wissensmanagement

Das Ziel, Dresden als einen Ort des Wissens und Könnens zu etablieren, an dem Wissenschaft und Technik sich wohlfühlen, bedarf einer Infrastruktur von Schnittstellen, an denen aktuelle Informationsangebote nutzbar gemacht und neue Informationstechnologien erprobt werden können. Die Städtischen Bibliotheken stellen solche Schnittstellen dar. Sie reagieren auf die Anforderungen des Informationszeitalters mit entsprechenden Angeboten und kooperieren in Projekten mit den Hochschulen der Stadt.

 

Kinder- und Familienfreundlichkeit

Als junge Stadt, die offen, lebendig und kinderfreundlich ist, Familien und junge Fachkräfte anzieht, braucht Dresden Einrichtungen, die dieses Ziel verkörpern. Die Städtischen Bibliotheken sind solche Orte.

Die Bibliotheksangebote sind auf den Bedarf von Kindern und Eltern in besonderer Weise zugeschnitten. Hoher Wert wird auf die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten gelegt. Mit dem deutschlandweit beachteten Projekt "Lesestark! - Dresden blättert die Welt auf", mit Unterstützung der Drosos Stiftung Zürich und der Bürgerstiftung Dresden, unterstützen die Städtischen Bibliotheken auch über den Zeitraum dieses Bibliotheksentwicklungsplanes hinaus die Leseförderung am Übergang zur Schulzeit intensiv.

Im dezentral strukturierten Bibliotheksnetz wird das gesamte Dienstleistungsangebot in jedem Stadtteil abgebildet. Dadurch gesicherte kurze Wege entsprechen gerade den Anforderungen von Kindern und Familien. Die Wohnortnähe der Stadtteilbibliotheken ist ein gewichtiger sozialer Faktor insbesondere für Kinder, Familien und ältere Menschen. Sie hilft, die Medien als Teil des Alltages zu positionieren.

 

Bildungsunterstützung

Dresden besitzt den Ruf, ein Hort des gebildeten Bürgertums im besten Sinne zu sein, in kaum einer anderen Stadt ist das Interesse an Bildung so hoch. Das zeigt sich auch in der deutschlandweit herausragend hohen Bibliotheksnutzung. Unter allen Städten ab 200.000 Einwohnern erreicht neben der Dresdner nur noch die neu gebaute und 2013 als Bibliothek des Jahres ausgezeichnete Stuttgarter Stadtbibliothek über zehn Entleihungen pro Einwohner.

Für die Städtischen Bibliotheken stellt Bildungsunterstützung sowohl von der Nachfrage als auch von der gesellschaftlichen Relevanz her die mit Abstand wichtigste Aufgabe dar. Sie erhält in der Angebotsstruktur und im Ressourceneinsatz stets die höchste Priorität.

Abgeschlossene Bildungspartnerschaften mit Kultureinrichtungen in der Stadt erleichtern den Zugang zu attraktiven Kultur- und Bildungsangeboten Dresdens. Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer erhalten mit ihrem Bibliotheksausweis, dank entsprechender Verträge zwischen den Einrichtungen, zusätzliche Leistungen. Die Erfahrungen in diesem Bereich werden genutzt, um auch mit den zukünftigen Partnern im Kulturpalast eine ähnliche Kooperation zu entwickeln.

 

Bürgerorientierung

Dresden will eine Stadt mit sympathischer Bürokratie werden, in der die Verwaltung nicht herrschen, sondern dienen will. Die Städtischen Bibliotheken haben den Anspruch, bei diesem Ziel voranzugehen. Seit 1995 engagieren sie sich für die Landeshauptstadt als Lokomotive im Bereich der Verwaltungsmodernisierung, des E-Governments, der Personalentwicklung und des Gender Mainstreaming.

Das Medien- und Dienstleistungsangebot wird auf der Grundlage ständiger Bedarfsanalyse flexibel und zeitnah fortentwickelt. Auch bei hoher Leistungsdichte werden Nutzerinnen und Nutzer freundlich und hilfsbereit bedient und beraten.

Die Ergebnisse der jüngsten Kommunalen Bürgerumfrage 2012 belegen die hohe Akzeptanz der Bibliotheksangebote bei den Dresdner Bürgerinnen und Bürgern. Unter allen einbezogenen Kultur- und Bildungseinrichtungen erreichen die Bibliotheken mit 18 % der Befragten die höchste Anzahl an monatlichen, d. h. regelmäßigen Nutzern.

 

Integrationsunterstützung

Dresden soll die Besten aus Deutschland und aus aller Welt als neue Heimat begeistern. Bibliotheken sind öffentliche Orte, an denen Integration stattfindet. Die Städtischen Bibliotheken unterstützen Integration mit geeigneten Medien (nicht nur im Bereich fremdsprachiger Literatur) sowie mit Veranstaltungen.

Sie greifen die hohen Ansprüche der zugezogenen Einwohnerinnen und Einwohner an Bibliotheken auf, die aus einer enormen gesellschaftlichen Bedeutung dieser Einrichtungen in Osteuropa und Asien und damit verbunden aus einer starken Akzeptanz in allen sozialen Schichten der Bevölkerung erwachsen.

Die Städtischen Bibliotheken prüfen bei der Konkretisierung des vorgelegten Bibliotheksentwicklungsplanes, inwieweit und in welcher Form Zugewanderte in den verschiedenen Stadtteilen gezielt angesprochen und einbezogen werden können.

 

Unterstützung des Gemeinsinns

Dresden will ein Ort des Zusammenhalts, des Gemeinsinns und der Identifikation sein, der niemanden aus der Gemeinschaft der Bürger ausschließt. Die Ermöglichung von Bürgerengagement betrachten die Städtischen Bibliotheken als ein Pflichtprogramm. Dafür schaffen sie gemeinsam mit Partnern, insbesondere der Bürgerstiftung Dresden, Strukturen, in denen sich Menschen ehrenamtlich für andere (vor allem für Kinder und Hochbetagte) einsetzen können.

Betriebsform und Organisation

Die Städtischen Bibliotheken Dresden sind wie ein städtisches Amt in die Struktur der Verwaltung der Landeshauptstadt Dresden eingebunden. Neben dem Amt für Kultur und Denkmalschutz, den Museen der Stadt Dresden sowie dem Stadtarchiv gehören sie zum Geschäftsbereich Kultur und Tourismus.

Als Pilotprojekt der Landeshauptstadt Dresden führten sie 1996 Elemente des Neuen Steuerungsmodells ein, eines Konzeptes zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung. Seitdem ist der Direktor der Städtischen Bibliotheken dem Bürgermeister für Kultur direkt unterstellt.

Auftragsgrundlage für das Handeln der Städtischen Bibliotheken bildet der jeweils aktuelle vom Stadtrat beschlossene Bibliotheksentwicklungsplan.

Das Budget ist ein Zuschussbudget, es wird aus der Differenz von geplanten Ausgaben und Einnahmen gebildet. Es steht als Gesamtbudget zur Verfügung und ist in allen Kostenarten außer den Personalkosten variabel einsetzbar.
Ein gestuftes Controlling sichert die Einhaltung der Leistungs- und Finanzziele über das Planungsjahr. Halbjahresanalysen und Jahresberichte informieren Politik und Verwaltung über die Ergebnisse der Arbeit und den Ressourcenverbrauch.

Unsere Organisationsstruktur setzt auf flache Hierarchien, zentrale Sachgebiete als Dienstleister für die Bibliotheken und eigenverantwortlich agierende Bibliotheksteams. Die Stadtteilbibliotheken sind zu Verbünden zusammengefasst, wobei die Verbundleiter (Leiter der größten Bibliothek im Verbund) zusätzliche Verantwortung beim Informationsmanagement und beim Personaleinsatz übernehmen. Die Verteilung von Personal und Medienetat auf die Bibliotheken erfolgen leistungsabhängig.