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Landeshauptstadt Dresden - bibo.dresden.de https://www.bibo-dresden.de/de/aktuelles/Jahrespressetermin-2026.php 09.04.2026 17:50:52 Uhr 09.04.2026 20:23:35 Uhr |
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Jahrespressetermin 2026 der Städtischen Bibliotheken Dresden
Auf ihrem heutigen Pressetermin in der Bibliothek Johannstadt haben die Städtischen Bibliotheken ihre Bilanz 2025 vorgestellt und gaben einen Ausblick auf wichtige Projekte in 2026.
Jahresbilanz 2025 und Ausblick 2026
Bibliothek des Jahres 2025
Annekatrin Klepsch, Kulturbürgermeisterin der Stadt Dresden:
"Die Städtischen Bibliotheken sind wichtige kulturelle Orte in der Landeshauptstadt Dresden und ein Ort gelebter Teilhabe. Die Auszeichnung als Bibliothek des Jahres 2025 wie auch die Nutzerzahlen unterstreichen, wie wichtig frei zugängliche Bildungs- und Begegnungsräume für unsere Stadtgesellschaft sind. Besonders die Entwicklung der Bibliothek Johannstadt steht beispielhaft für eine moderne, offene und zukunftsorientierte Bibliotheksarbeit. Erfolgreiche Bibliotheksarbeit mit als Bildungs- und Kulturorte benötigt Ressourcen und eine verlässliche Finanzierung auch in Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte.“
Den Höhepunkt des vergangenen Jahres bildete der nationale Bibliothekspreis: Die Städtischen Bibliotheken sind am 24. Oktober 2025 – dem bundesweiten Tag der Bibliotheken – als „Bibliothek des Jahres 2025“ ausgezeichnet worden. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird jährlich vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) und der Deutschen Telekom Stiftung verliehen. Mit dem Preis wurde die herausragende nachhaltige und partizipative Bibliotheksarbeit der Städtischen Bibliotheken gewürdigt. Bibliotheken sind heute weit mehr als reine Ausleihstellen. Sie sind Orte des freien Zugangs zu Bildung und Information, des Austauschs, der Inspiration und des demokratischen Miteinanders. Mit ihrem Engagement für Bildung, Digitalisierung, Teilhabe und Integration sind die Städtischen Bibliotheken Dresden Vorreiter in der deutschen Bibliothekslandschaft.
Die Auszeichnung ist gleichzeitig die Motivation, die Arbeit der letzten Jahre auch in Zukunft genauso zu verstetigen. Das zentrale Motiv dafür bleiben alle Aspekte des lebenslangen Lernens. Das gilt auch für das eigene Bibliothekspersonal. Mit der Teilnahme an Weiterbildungsformaten im Rahmen von Erasmus Plus und der Teilnahme am Projekt „Übermorgen“ der Kulturstiftung des Bundes – gemeinsam mit der Stadtbibliothek Pankow – sind dafür 2025 zwei wichtige Grundsteine gelegt worden. Beide Projekte bilden auch 2026 einen Schwerpunkt in der bibliothekarischen Arbeit.
Marit Kunis, Direktorin der Städtischen Bibliotheken Dresden:
„Wir blicken stolz auf das Jahr 2025. Der nationale Bibliothekspreis zur Bibliothek des Jahres ist eine besondere Wertschätzung unserer Arbeit. Dazu zählen vor allem unser dezentrales Bibliotheksnetz und unser kulturelles Engagement im Bereich des lebenslangen Lernens. Die Akzeptanz des gesamten Angebots der Städtischen Bibliotheken durch die Dresdnerinnen und Dresdner zeigt uns, dass wir mit unserer Ausrichtung als offener Ort des Austausches genau richtig liegen. Besonders sichtbar wird dies am neuen Standort der Bibliothek Johannstadt. Außerdem konnten wir im letzten Jahr erstmals 50.000 Abonnent*innen verzeichnen. Das motiviert uns, auch 2026 mit unserem Angebot für die Menschen in Dresden da zu sein“.
Bilanz des Jahres 2025
Die Städtischen Bibliotheken waren mit ihren Dienstleistungen und Angeboten im vergangenen Jahr ganz nah an den Bedürfnissen der Dresdnerinnen und Dresdner. Sowohl bei den Besuchenden als auch bei den Nutzenden kann ein Plus verzeichnet werden. Besonders erfreulich: Erstmals wurde die Marke von 50.000 Abonnentinnen und Abonnenten geknackt.
Die Ausleihrenner auf einen Blick:
Belletristik: „Das Narrenschiff“ von Christoph Hein
Kinderbuch: „Die Gurkentruppe“ von Leslie Niemöller
Sachbuch: „Freiheit“ von Angela Merkel
Brettspiel: „Die magischen Schlüssel“ von Arno Steinwender und Markus Slawitscheck
Konsolenspiel: „Mario Kart World“ (Switch 2)
Die Leistungszahlen auf einen Blick:
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Besuche |
1.668.279 |
+ 5,54% |
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Nutzende |
76.822 |
+ 1,13% |
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davon Aboverträge |
50.656 |
+ 3,7% |
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Entleihungen |
3.902.131 |
- 1,14% |
Insgesamt fällt die Bilanz des Jahres 2025 positiv aus. Den Städtischen Bibliotheken ist es gelungen, sich als zentrale Orte in den Stadtgebieten zu verankern. Dies gelang vor allem durch eine hohe Aufenthaltsqualität in den Häusern und verlängerte Öffnungszeiten an mittlerweile zehn Standorten.
Bibliotheken als Ort des Miteinanders im Herzen der Stadt: Neuer Standort Johannstadt und kulturelles Angebot in allen Häusern
An ihren 20 Standorten im Stadtgebiet sind die Städtischen Bibliotheken längst als Orte des Miteinanders fest verankert. Mit dem Umzug der Bibliothek Johannstadt gelang es im August 2025 an der Fetscherstraße 67 die Stadtteilbibliothek der Zukunft zu eröffnen. Die neue Bibliothek bietet auf einer dreifach größeren Fläche mehr als nur Bücher. Die Besucherinnen und Besucher finden vor Ort einen großzügigen, lichtdurchfluteten Raum für Begegnung, Aufenthalt, Lernen und Veranstaltungen vor. Ausgestattet mit offenen Möblierungen, flexiblen Arbeitsbereichen, einem eigenen Veranstaltungsraum und moderner Medientechnik schafft die Bibliothek Räume zum Lernen und für Begegnung. Das Angebot wird seit der Eröffnung sehr gut angenommen, allein die Neuanmeldungen konnten um rund 80 % gesteigert werden. Die Bibliothek schafft damit einen echten Mehrwert für ganz Johannstadt. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Neueröffnung als Bibo7/10 – die Bibliothek hat seitdem an sieben Tagen bis zu zehn Stunden täglich geöffnet. Johannstadt ist damit bereits die neunte Bibliothek im Open-Library-Projekt. Mit der Bibliotheken Laubegast kam im Herbst sogar die zehnte hinzu. Insgesamt vier Bibliotheken bieten mittlerweile Öffnungszeiten bis 22 Uhr an, ein weiterer Schritt für die Bedeutung als kulturelles Zentrum im jeweiligen Stadtteil.
Neben den Stadtteilbibliotheken konnte auch die Zentralbibliothek im Kulturpalast ihre Bedeutung als der zentrale Treffpunkt im Herzen der Stadt weiter ausbauen. Zahlreiche Veranstaltungsangebote in der Zentralbibliothek und in den Stadtteilbibliotheken untermauern dies. Zu nennen ist hier der Jahresauftakt mit Saša Stanišić im ausverkauften Konzertsaal im Kulturpalast mit rund 1.200 Gästen. Ebenso wie die erste bundesweite Nacht der Bibliotheken, die in Dresden Anfang April 2025 mit interaktiven Formaten und einer Literaturdisko und Escape Rooms insgesamt 4.000 Besuchende begeisterte. Weitere bedeutende literarische Gäste waren u.a. Dmitrij Kapitelman, Leonie Schöler, Lucy Fricke und Alexander Estis zu seiner Antrittslesung als Dresdner Stadtschreiber 2025. Im Herbst folgte ein Jubiläum auf das nächste – Im September feierten die Städtischen Bibliotheken ihr 150-jähriges Bestehen und im Oktober folgte eine Festwoche zu 100 Jahren Dresdner Musikbibliothek. Mit dem Themenmonat zu „Mutter sein – Familie im 21. Jahrhundert“ wurde das Jahr im November inhaltlich abgerundet.
Neben dem fortlaufenden Engagement im Bereich der kulturellen Bildung für Kitas und Schulen konnte mit den kostenlosen Ferienangeboten in den Winter- und Herbstferien auch im vergangenen Jahr wieder ein essentielles Angebot für die Partizipation von Schülerinnen und Schülern geschaffen werden. Wie wichtige außerdem der kulturelle Austausch über Grenzen hinweg ist, zeigte sich insbesondere mit der Verstetigung des Projektes der Lesebotschafter und Lesebotschafterinnen aus Straßburg und Dresden. Nach einem Besuch in Frankreich stand im November 2025 der Gegenbesuch aus Dresdens Partnerstadt auf dem Programm.
Ausblick auf 2026: Kinderliteraturfestival, verlängerte Öffnungszeiten in Weixdorf und vieles mehr
Programmatisch konnte zu Beginn bereits an den erfolgreichen Themenmonat im November 2025 angeknüpft werden. Mit „Der März ist weiblich“ stellten die Städtischen Bibliotheken einen Monat lang besonders starke Frauenstimmen in den Fokus. Der nächste Höhepunkt wird im April das 3. lesestarke Kinderliteraturfestival Kinder.Bücher! sein. Nach einer dreijährigen Pause dürfen sich Dresdner Familien wieder auf ein ganz besonderes Kulturhighlight freuen. Das Festival lädt alle Familien mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter herzlich dazu ein, hautnah spannende Lesungen, tolle Workshops und lustige Aktionen rund um „Kinder.Bücher!“ zu erleben. Autorinnen und Illustratoren warten darauf, viele lesebegeisterte und neugierige Kinder kennenzulernen, ihnen ihre Geschichten zu erzählen und mit ihnen kreativ zu sein. Am Freitag, den 24. April, finden in den Bibliotheken Cotta, Gruna, Laubegast, Neustadt, Pieschen, Plauen, Strehlen und Südvorstadt Veranstaltungen und ein vielfältiges Rahmenprogramm statt. Am Samstag, den 25. April, lädt die Zentralbibliothek den ganzen Tag zu einem großen Come-Together aller Gäste mit ihren Lesungen ein. Zu Gast sind: Lilli L´Arronge, Günther Jakobs, Torben Kuhlmann, Josephine Mark, Sebastian Meschenmoser, Boris Pfeiffer, Susanne Straßer und Ulf K. Das ausführliche Festivalprogramm ist auf www.bibo-dresden.de sowie über einen separaten Festivalflyer in den Bibliotheken sowie in der Stadt zu finden.
2026 begehen die Städtischen Bibliotheken außerdem einige Jubiläen. 120 Jahre Bibliothek Plauen wurden bereits im Februar gefeiert, im April folgen 40 Jahre Bibliothek Gorbitz, hierzu ist im Herbst eine eigene Festwoche geplant.
Darüber hinaus werden die Städtischen Bibliotheken in diesem Jahr ihr Open-Library-Angebot weiter ausbauen: Die Bibliothek Weixdorf soll Teil von Bibo7/10 werden. Um den Service für die Menschen vor Ort weiter zu verbessern und die Attraktivität der Bibliothek als kulturellen Treffpunkt in Weixdorf zu steigern, sollen ab Mitte des Jahres auch hier die Öffnungszeiten verlängert werden. Dank des Zuschusses des Ortschaftsrates Weixdorf über 20.000 Euro kann dieses Projekt voraussichtlich ab Juni 2026 starten. Die Bibliothek hat dann nicht mehr nur an drei Tagen in der Woche geöffnet, sondern ist an sechs Tagen der Woche für ihre Gäste da. Die reinen Öffnungszeiten erweitern sich von bislang sechzehn Stunden auf dann insgesamt sechsundfünfzig Stunden. Des Weiteren könnte die Bibliothek perspektivisch Teil eines eigenen Bürgerhauses in Weixdorf werden.
Öffnungszeiten der Bibliothek Weixdorf aktuell:
Di, Fr: 10 bis 12 Uhr, 14 bis 18 Uhr
Mi: 14 bis 18 Uhr
Öffnungszeiten der Bibliothek Weixdorf ab 1. Juni 2026:
Mo, Di, Mi, Fr, Sa: 10 bis 20 Uhr
Do: 12 bis 20 Uhr
Außerdem sollen in diesem Jahr bereits die Weichen dafür gestellt werden, dass die Städtischen Bibliotheken mit ihren Standorten bei neuen Bauvorhaben in Dresden als unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Lebens von Anfang an mitgedacht werden. So wird die Bibliothek als Ankermieter in einem zukünftig möglichen Kulturgebäude am Standort der Alten Staatsoperette Leuben genannt.
Weitere Höhepunkte 2026:
24. – 25.4. – Kinderliteraturfestival „Kinder.Bücher!“
4. – 8.5. - Woche der Meinungsfreiheit u.a. mit Elisa Hoven in der Zentralbibliothek im Kulturpalast
Juni – Erweiterung Bibliothek Weixdorf auf Bibo7/10
3.6. – Lesung mit Lukas Rietzschel in der Zentralbibliothek im Kulturpalast
4.6. – „Lesestark!“-Abschlussveranstaltung im Albertinum
5.6. – Umwelttag in der Zentralbibliothek im Kulturpalast
15.6. – Antrittslesung der Dresdner Stadtschreiberin 2026 Olga Martynova in der Zentralbibliothek im Kulturpalast
24.6. – „Lesestark!“-Abschlussveranstaltung im Zoo Dresden
12.9. – Comicfest in der Zentralbibliothek im Kulturpalast
14.9. – Sachbuch vorgestellt zu 100 Jahre Georg-Arnhold-Bad
8.10. – Lesung mit Nino Haratischwili im Konzertsaal im Kulturpalast, Kooperation mit: Dresdner Philharmonie
12. – 25.10. „Hier ist was los!“ Herbstferienprogramm, Auftakt mit Axel Scheffler „Die Grüffelo Oma“ und Abschluss mit Gregor Kartsios, Gaming-Journalist
24.10. – Tag der Bibliotheken
Herbst – Festwoche zu 40 Jahre Bibliothek Gorbitz
5.11. – Lesung mit Radka Denemarkova im Rahmen der Tschechisch-Deutschen-Kulturtage