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https://www.bibo-dresden.de/de/aktuelles/2024/20240506_SBD_Marien-Hospiz.php 13.05.2024 15:15:19 Uhr 19.05.2024 06:26:07 Uhr

Sorgentierchen als Trostbegleiter für das Marien-Hospiz Dresden

Ehrenamtliche unserer MITMACH-bar „Häkeln & Stricken“ in der Zentralbibliothek haben für die Hospizarbeit in Dresden kleine, sogenannte „Sorgentierchen“ hergestellt. Diese wurden am 6. Mai an das Marien-Hospiz Dresden übergeben. Im Hospiz sollen die gestrickten und gehäkelten Begleiter vor allem den kleinen Angehörigen Trost und Zuversicht spenden.

In unserer MITMACH-bar „Häkeln & Stricken“, die einmal wöchentlich in der Zentralbibliothek stattfindet, sind sogenannte „Sorgentierchen“ entstanden. Dabei handelt es sich um gehäkelte oder gestrickte Figuren, in unterschiedlichen Farben und Größen.

Die Ehrenamtlichen der MITMACH-bar haben diese in den letzten Monaten für die Hospizarbeit in Dresden erstellt, um diese wichtige Arbeit mit einem Beitrag zu unterstützen.

Am 6. Mai wurden die Trostbegleiter von Karin Schoppe, Bereichsleiterin Sach- und Fachliteratur in der Zentralbibliothek, und vier der 30 MITMACHbar-Ehrenamtlichen an die Mitarbeitenden des Dresdner Marien-Hospiz übergeben. Die kuscheligen Begleiter aus der MITMACH-bar werden im persönlichen Gespräch oder in besonderen Situationen im Marien-Hospiz zumeist von den Sozialarbeiter*innen, aber auch von den Pflegekräften, vergeben. Sie können Türöffner sein, um über die Gefühle, Wünsche, Sorgen und Ängste der Kinder und Jugendlichen rund um die Themen Sterben, Trauer und Tod zu sprechen.

Das Marien-Hospiz Dresden ist seit 2020 das einzige stationäre Hospiz der Stadt. 35 Hauptamtliche und 20 Ehrenamtliche betreuen die 12 Gäste aller Altersstufen. Hier finden Menschen mit einer fortgeschrittenen lebensbegrenzenden Erkrankung einen fürsorglichen Ersatz für ihr Zuhause, Geborgenheit, Sicherheit und Fürsorge.

Hospiz-Leiter Johannes Bittner: "Das Marien-Hospiz ist mehr als eine Institution, es ist eine Haltung. Es ist ein Ort, der allen offen steht."

Noch immer wird der Tod als letzte Lebensphase gesellschaftliche tabuisiert. Im Jahr 1986 wurde das erste stationäre Hospiz in Aachen eröffnet. Mit der Entstehung des vom St. Jospeh Stift getragenen Marien-Hospizes hat auch die Landeshauptstadt Dresden seit 2020 ein stationäres Hospiz.  

Seit 2017 lädt die kostenfreie MITMACH-bar „Häkeln & Stricken“ immer donnerstags  von 15 bis 18 Uhr Interessierte in die Zentralbibliothek ein, um in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam zu stricken, zu häkeln und in gegenseitigen Austausch zu kommen. Die dort entstandenen Produkte wurden bereits in der Vergangenheit an soziale Einrichtungen gespendet.